Hallo ihr Lieben,
nach über acht Jahren Vollzeit im Wohnwagen und unzähligen Campingplätzen quer durch Deutschland und Europa haben wir so einiges gesehen – Schönes, aber auch immer wieder dieselben kleinen Konflikte zwischen Nachbarn. Deswegen haben wir für euch unsere sieben wichtigsten Camping-Regeln zusammengefasst, die für ein entspanntes Miteinander auf dem Platz sorgen.
1. Freundliches Grüßen & Blickkontakt
Niemand erwartet, dass man auf riesigen Plätzen im Minutentakt jeden Passanten begrüßt. Doch wenn man sich direkt in die Augen schaut oder aneinander vorbeiläuft, gehört ein kurzes Kopfnicken oder ein freundliches „Hallo“ einfach zum guten Ton. Stummes Anstarren oder Ignorieren erzeugt eine unangenehme Atmosphäre, während ein Lächeln oft die Tür für tolle Gespräche öffnet.
2. Ruhezeiten einhalten
Die Einhaltung von Mittags- und Nachtruhen ist für die Erholung aller Gäste essenziell. Störende Aktionen wie das minutenlange Laufenlassen des Motors vor geschlossenen Schranken sollten unbedingt vermieden werden. Sollte es abends doch einmal etwas lauter werden, hilft ein offenes, höfliches Gespräch unter Nachbarn immer am besten.
3. Privatsphäre achten & Parzellen respektieren
Die gemietete Parzelle ist das private Wohnzimmer der Camper und sollte niemals als Abkürzung überquert werden. Auch das Neugierige Hineinschauen in fremde Fenster oder das Nutzen fremder Campingmöbel für Fotos ist ein absolutes No-Go. Genauso wichtig ist es, eigene Zeltschnüre und Aufbauten so zu platzieren, dass Nachbarn nicht behindert oder stolpern.
4. Rücksicht beim Grillen
Grillen gehört für die meisten zum perfekten Campingurlaub dazu, sollte aber stets mit Bedacht geschehen. Stellt den Grill niemals direkt vor die offenen Schlafzimmerfenster eurer Nachbarn oder mitten in deren Rauchschneise. Ein wenig Umsicht bei Windrichtung und Standplatz verhindert mühsame Reibereien.
5. Sauberkeit & ordentliche Parzellenführung
Hinterlasst Sanitäranlagen und Spülbecken immer genau so sauber, wie ihr sie selbst vorfinden möchtet – frei von Essensresten oder Seifenschlamm. Auch auf der eigenen Parzelle lohnt sich Ordnung: Verlegt Stromkabel sauber und stolperfrei, anstatt einen unübersichtlichen Mehrfachstecker-Salat quer über die Wege zu ziehen.
6. Umweltbewusstsein & Hunde-Etikette
Müll gehört konsequent getrennt und Chemietoiletten dürfen unter keinen Umständen wild in der Natur entsorgt werden. Für Hundebesitzer gilt: Eine bestehende Leinenpflicht ist unbedingt einzuhalten, Hinterlassenschaften werden sofort entfernt und Leinen müssen so gesichert sein, dass der Hund keine Tische oder Deko abräumen kann.
7. Gegenseitige Rücksichtnahme & Hilfsbereitschaft
Dieses Prinzip fasst alles zusammen: Wege nicht mit Autos zustellen, besetzte Waschmaschinen nach Ablauf des Timers sofort räumen und aufeinander achten. Wenn Nachbarn beim Rangieren oder Aufstellen ihres Wohnwagens kämpfen, packt man unaufgefordert mit an – so entsteht die echte Camping-Gemeinschaft!
Wir merken bei unseren Platzvorstellungen und im Austausch mit anderen Campern immer wieder: Die meisten Konflikte entstehen nicht aus böser Absicht, sondern einfach, weil man die ungeschriebenen Regeln nicht kennt. Deswegen teilen wir das hier gerne mit euch.
Habt ihr noch eine Regel, die für euch besonders wichtig ist? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare unter dem Video oder hier im Beitrag.
Liebe Grüße,
Yvonne und Thorsten
Das ganze Video dazu findet ihr auf unserem YouTube-Kanal: 7 Camping-Regeln, die JEDER Camper kennen sollte – Camping-Knigge