Hallo ihr Lieben,
wir campen seit acht Jahren mit Hund – erst mit unseren Boxern Kiara und Sam, heute mit unseren beiden Old English Bulldogs Letty und Odin. Was viele unterschätzen: Ein Hund kostet auf Reisen nicht nur Futter. Wir haben deshalb mal ehrlich zusammengerechnet, was uns das Campen mit Hund tatsächlich zusätzlich kostet.
Hier sind die wichtigsten Kostenpunkte und Erfahrungen aus unserer Recherche & Praxis:
Platzgebühren pro Nacht & Land: Die Campingplatzgebühren pro Hund schwanken je nach Land sehr stark:
Deutschland: ca. 2 bis 10 € (Durchschnitt: 5 €)
Österreich: ca. 3 bis 10 € (Durchschnitt: 6 €)
Schweiz: ca. 2 bis 8 CHF (Durchschnitt: ca. 5 CHF / 5,44 €)
Italien: ca. 2 bis 10 € (Durchschnitt: 5 €)
Frankreich: ca. 2 bis 8 € (Durchschnitt: 4 €)
Niederlande, Spanien & Kroatien: ca. 2 bis 8 € (Durchschnitt: 4–5 €)
Hochgerechnet: Bei unseren zwei Hunden (und unserer Obergrenze von 5 € pro Hund/Nacht) summiert sich das im Dauercamping / Ganzjahres-Reisen auf 300 € im Monat bzw. 3.650 € im Jahr!
Hunde-Kurtaxe (Sonderfall Deutschland): Nur in Deutschland fällt auf manchen Plätzen/Gemeinden (vor allem an Nord- und Ostsee) eine Hunde-Kurtaxe von ca. 0,50 € bis 2,00 € pro Tag an. (Hinweis: Nach aktuellen Urteilen steht diese Abgabe auf dem Prüfstand, betrifft derzeit aber noch viele Regionen).
Ausflüge & Transport unterwegs:
Fähren: Viele kostenlose Verbindungen, teils aber bis zu 8 € pro Hund.
Bergbahnen: Häufig extra Tickets für Hunde zwischen 3 € und 8 € (Achtung: Oft Maulkorbpflicht in Öffis/Gondeln, z.B. in Italien/Südtirol!)
Hundestrände: Meist kostenlos, vereinzelte Abschnitte nehmen 2 € bis 5 € Eintritt.
Nationalparks: In Deutschland für Hunde in der Regel gebührenfrei.
Futterlogistik & Tierarzt unterwegs:
Futter: Da beim Freistehen/Wohnwagen der Platz im Gefrierfach für Frischfleisch/BARF fehlt, nutzen wir eine große 15-kg-Futtertonne für hochwertiges Trockenfutter. Futter lassen wir uns nach vorheriger Absprache meist direkt an die Rezeption des Campingplatzes oder in einen nahegelegenen Paketshop liefern.
Tierarzt: Einen festen Haustierarzt unterwegs zu haben ist unmöglich. Im Notfall muss man flexibel vor Ort ansässige Tierärzte oder Tierkliniken aufsuchen.
Wir lieben es, mit unseren Hunden unterwegs zu sein – das steht außer Frage. Aber wir finden, gerade wer selbst mit Hund campen möchte, sollte diese Kosten realistisch einplanen, statt böse überrascht zu werden.
Campt ihr auch mit Hund? Wie sehen eure Erfahrungen mit den Zusatzkosten aus?
Liebe Grüße,
Yvonne und Thorsten
Das ganze Video dazu findet ihr auf unserem YouTube-Kanal: Camping mit Hund: Die Kosten, über die kaum jemand spricht